Medikamente im Sport

Gegen Doping

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Doping: Wenn Sportler Ritalin kaufen
09.02.2017 12:28

Methylphenidat (Ritalin ®) zählt nach den Regeln des IOC, der WADA und der internationalen Verbände zur Gruppe der Stimulanzien und ist somit für den Wettkampf nicht zugelassen. Dieses Verbot erstreckt sich im Radsport nach den Vorgaben des Internationalen Radsportverbandes (UCI) auch auf die Zeit außerhalb des Wettkampfes. Im Jahr 2000 wurden weltweit insgesamt 3 positive Dopingbefunde mit Ritalin von den IOC-akkreditierten Laboratorien berichtet. Die Gesamtzahl an Dopingkontrollen im Jahr 2000 lag bei 117.314 Proben.

Dessen ungeachtet existiert ein lebhafter Schwarzmarkt. Interessierte Athleten finden über Kollegen oder Trainer rasch eine Bezugsquelle. Im Internet werben zahlreiche Versandapotheken mit dem Slogan »rezeptfrei Ritalin kaufen«. Das Pharmazeutikum ist allerorts problemlos erhältlich.

Angesichts der leichten Erhältlichkeit fallen manche Sportler dem Trugschluss anheim, dass Ritalintabletten die wirksamere Alternative zu gängigen Aufputschmitteln wie Ephedrin, Koffein, Taurin oder Guaraná sind. Sie ignorieren die Tatsache, dass der Wirkstoff nicht nur gegen die Dopingregeln verstößt, sondern nach deutschem Recht ein Betäubungsmittel ist. Auch ein Hobbysportler, der über Online-Quellen den Eigenbedarf deckt, darf die Tabletten unter keinen Umständen an Freunde weitergeben - auch dann nicht, wenn sie an keinen Wettkämpfen teilnehmen. Das Inverkehrbringen betäubungsmittelrechtlich geregelter Arzneien – egal ob entgeltlich oder unentgeltlich – ist eine Straftat.

Weitere Informationen zum Thema Ritalin: https://ritalininfo.wordpress.com/

 

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