Medikamente im Sport

Gegen Doping

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Ja
Wer online Anabolika bestellt, gefährdet seine Gesundheit
25.01.2017 13:09

Wenn der Körper nicht genügend eigene Steroidhormone produziert, sind oftmals schwere Erkrankungen die Folge. Die Bandbreite der Symptome reicht von einem zu hohen Körperfettanteil und schwindendem Interesse an sexuellen Aktivitäten bis hin zu Muskelschwund und irreparablen Organschäden. Mit anabolen Steroiden sind die Beschweren medizinisch behandelbar. Manche Sportler sind ebenfalls an diesen Wirkstoffen interessiert. Sie hoffen auf ein beschleunigtes Muskelwachstum.

 

Handel in der Grauzone

Aufgrund der wachsenden Nachfrage ist ein reger Handel in der rechtlichen Grauzone entstanden. Patienten und dopende Athleten finden heute auf zahlreichen Internetseiten Angebote für einschlägige Präparate. Auf den ersten Blick erscheint das verlockend. Wartezeiten im Vorzimmer der Arztpraxis fallen weg, ebenso wie der Besuch in der Apotheke. Bei Internetapotheken erfolgt die Lieferung in der Regel an die Haustür. Dopende Athleten nutzen Online-Plattformen hauptsächlich darum, weil Ärzte hinsichtlich der Verschreibung von Hormonkuren zum Zweck des Muskelaufbaus in zunehmendem Maße vorsichtig sind.

Nachteile unkontrollierter Anbieter

Angesichts der scheinbaren Vorteile »freier« Onlineapotheken lassen manche Kunden außer Acht, dass anabole Steroide verschreibungspflichtige Arzneimittel sind. Personen, die sie abseits des kontrollierten Arzneimittelhandels erwerben, agieren zumindest in einer rechtlichen Grauzone. Das gilt umso mehr, wenn sie einem Händler vertrauen, der die gesetzlichen Rahmenbedingungen des EU-Binnenhandels mit Medikamenten missachtet. Ein ebenso bedeutsames Problem sind die mangelnden Qualitätskontrollen zweifelhafter Verkaufsplattformen. Wer Onlineanbieter nutzt, dem ist geraten, erhöhtes Augenmerk auf die Reputation der Bezugsquelle legen.

Anabolika bestellen in Online-Shops

Wer online Anabolika kauft, ist gut beraten, den Anbieter vor der Bestellung kritisch zu prüfen. Hinterlässt der Onlineauftritt einen unprofessionellen Eindruck? Sind die Produktbeschreibungen in gebrochenem Deutsch verfasst? Sind die Preise extrem niedrig? Wenn das zutrifft, ist davon auszugehen, dass die Seite im höchsten Maße problematisch ist. Jeder der dort bestellt, spielt russisches Roulette mit der Gesundheit. In der Mehrzahl der Fälle kommen die auf solchen Websites angebotenen Präparate aus Waschküchenlabors in Russland, Kasachstan oder Bangladesch, wo inakzeptable Hygienebedingungen herrschen. Die Inhaltsstoffe sind in der Regel irreführend deklariert. Bei der Injektion tragen die Anwender das Risiko, durch Verunreinigungen eine Infektion davonzutragen.

In anderen Online-Shops findet der Kunde eine umfangreiche Palette legaler, qualitätsgeprüfter und erprobter Produkte, die man auch in Apotheken erhält. Trotzdem sind die Anwender, die dort ihre Anabolika bestellen, nicht vor gesundheitlichen Problemen geschützt, da die versandeten Mittel ausschließlich für den medizinsichen Bedarf zugelassen sind. Bei den im Doping üblichen Dosierungen sind ernsthafte Folgeschäden vorprogrammiert.

Siehe auch

Ulrike Holzgrabe: Anabole Steroide: Gesundheitsgefahren im Web. In: Pharmazeutische Zeitung, 19. Ausgabe, Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH

 

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